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Umweltnews

 

OZEANEUM: Pinguin-Nachwuchs 8.5.12

Der jüngste Pinguinnachwuchs im OZEANEUM befindet sich momentan wohlbehütet und noch verborgen in einer Bruthöhle im Pinguinfelsen

Das 2011 im OZEANEUM Stralsund geschlüpfte Humboldt-Pinguinweibchen Cieco ist große Schwester geworden. Vor sechs Wochen entdeckten Tierpfleger ein Pinguinei in derselben Bruthöhle, in der vor gut einem Jahr mit Cieco erstmals im OZEANEUM ein Pinguinküken schlüpfte. Am 27. April 2012 pickte sich hier zum zweiten Mal ein Küken durch die Eierschale seinen Weg in die Welt. Die Eltern sind während des dreijährigen Bestehens der Pinguinanlage das bislang einzige Paar mit Nachwuchs.
„Momentan sitzen die Eltern abwechselnd auf ihrem Küken in der Bruthöhle, um es vor Kälte und Wind zu schützen“, sagt Tierpflegerin Anne Sacher vom OZEANEUM. Das etwa faustgroße Tier ist dadurch komplett verborgen und für die Besucher noch nicht zu sehen. In den nächsten Wochen werden die Eltern ihren Nachwuchs mit vorverdautem Fisch füttern. Beginnt das Pinguinjunge dann vorsichtig das Nest zu verlassen, wird es Zeit für die Quarantänestation. Dort gewöhnen die Tierpfleger es an die Fütterung von Menschenhand und schützen es gleichzeitig vor dem Ertrinken im großzügigen Unterwasserbereich der Pinguinanlage: Während ausgewachsene Humboldt-Pinguine ausdauernde Schwimmer sind, kann sich ein Jungtier mit seinem flauschigen Daunenfederkleid noch nicht über Wasser halten. Damit das Küken in der Quarantäne nicht einsam ist, soll die große Schwester Cieco ihm voraussichtlich Gesellschaft leisten. Auch sie wuchs hier auf und ist seitdem bestens an die Tierpfleger gewöhnt und im Vergleich zu ihren Artgenossen besonders zutraulich.
Das erste Mal werden die Museumsbesucher den jüngsten Nachwuchs voraussichtlich im Sommer auf der Pinguinanlage bestaunen können. Bis dahin lohnt es sich, die zehn anderen Humboldt-Pinguine auf der Dachterrasse des OZEANEUMs zu besuchen und während der täglichen, kommentierten Fütterung um 11:30 Uhr dabei zu sein.

www.ozeaneum.de

 

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Stechlinsee ist “Lebendiger See des Jahres 2012” 27.3.12

Nordbucht Stechlinsee, Foto: Tom Kirschey, Quelle: GNF

Am Weltwassertag ernannte der Global Nature Fund (GNF) zum zweiten Mal den „Lebendigen See des Jahres“ in Deutschland. Die Wahl erfolgte durch die Mitglieder des im Jahr 2009 gegründeten Netzwerks Lebendige Seen Deutschland, in welchem auch der Verband Deutscher Sporttaucher beteiligt ist. Der Stechlinsee in Brandenburg, der tiefste und klarste See in ganz Norddeutschland, ist somit der „Lebendige See 2012“.

In der Laudatio für den Stechlinsee wird die Wahl folgendermaßen begründet: „Mit seinem Naturreichtum, seiner Tiefe und hervorragenden Sicht sowie der kulturellen Bedeutung der Region ist der Stechlinsee einer der interessantesten Seen unter den norddeutschen Gewässern. […] Seltene Arten, wie das vom Aussterben bedrohte Faden-Laichkraut, die Erbsenmuschel, von der es nur wenige Nachweise in Deutschland gibt, sowie Armleuchteralgenarten kommen im Stechlinsee vor. Aufgrund der Vielfalt von Seen, Mooren und naturnahen Laubwäldern gehört das ganze Stechlinsee-Gebiet zu den Schutzgebieten von europäischem Rang.“

www.vdst.de

 

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Pharmazeuten erkunden unter Wasser „die größte Apotheke der Welt“ 20.3.12

Thomas Hengst / Thomas BaumI
- Tauchen als kreatives Schulungselement -
Das Tauchen und die spannende Welt unter Wasser dienen in diesem einzigartigen Konzept als Schlüssel für Motivations- und Teambildungsprozesse von Fach- und Führungskräften. Im Diving Classroom erlernen die Teilnehmer die Grundlagen des faszinierenden, aber auch anspruchsvollen Tauchsports – und zwar exklusiv vor Ort. Die Gruppe wird in allen Kursmodulen des PADI-Programms individuell geschult. Besonders interessant ist dabei die Verbindung mit Vertriebs- und Managementthemen, um Teambildung und Motivation zu steigern. Aber auch, um zusätzliche Kenntnisse für das tägliche Arbeiten zu erwerben – und das alles in einer echten Wohlfühl-Erlebnis-Atmosphäre.
Kooperation mit SUBEX

Einzigartiges Konzept von zwei Dive-King-Partnern war voller Erfolg: Tauchreise nach Ägypten / Ziel: Bildung und Erholung

Eine solch außergewöhnliche Reisegruppe hat das beliebte Reiseziel für Taucher – Sharm el Sheikh, direkt am Roten Meer gelegen – sicher noch nie gesehen: Eine Seminargruppe namhafter Pharmazeuten tauschte für eine Woche die weißen Kittel gegen Neopren-Anzüge und erkundete unter Experten-Anleitung gemeinsam die zahlreichen Korallenriffs mit ihrer beeindruckenden Artenvielfalt. Dabei standen Ausflüge in den Ras Mohammed Nationalpark genauso auf dem Programm wie die Straße von Tiran oder das Hausriff des Hotels – für Unterwasserausflüge in der Nacht. Das erklärte Ziel: Abtauchen in die „größte Apotheke der Welt“ – das Meer mit seiner einzigartigen Flora und Fauna – und dabei auch ausspannen unter der Sonne Ägyptens.
Der Hintergrund: Die langjährigen Freunde Thomas Baum, PADI Course Director sowie Inhaber von Fuldas Tauchertreff, und Thomas Hengst, PADI IDC Staff Instructor, Apotheker und Inhaber von tom4dive als Partner des Dive-King- Netzwerkes Deutschland in Hüttenberg, hatten die Idee zu dieser einzigartigen meeresbiologischen Studienreise – und haben sie jetzt erstmals durchgeführt: speziell für Führungskräfte aus dem Apotheken- und Gesundheitswesen.
„Die Idee, Management-Schulungen mit dem Tauchsport zu verbinden, wird in unseren Tauchschulen schon lange umgesetzt. Zusammen mit Thomas Hengst, der eine Apotheke betreibt und unter anderem Seminare im Apothekenbereich schon seit sieben Jahren erfolgreich anbietet, konnten wir alle nötigen Dinge vereinen und haben daraus ein exklusives Fortbildungsprogramm entwickelt“, erklärt Baum die Ausgangssituation. Zum Schluss erhalten alle Teilnehmer auch ein entsprechendes Zertifikat vom Hessischen Apothekerverband, mit dem Thomas Hengst seit Jahren eng zusammenarbeitet.
Neben der Bildungskomponente stand bei der achttägigen Reise auch die Erholung im Vordergrund. „Die Teilnehmer aller Altersgruppen sind aufgrund ihrer beruflichen Position meist starken Belastungen ausgesetzt“, weiß Hengst aus Erfahrung. „Daher haben wir zum Beispiel auf ein Hotel mit einigem Komfort geachtet. An die Vorträge rund um die medizinisch-pharmazeutischen Potenziale des Meeres schloss sich dann nahtlos der Praxisteil an - meeresbiologische Tauchgänge.“
In der entspannten Atmosphäre der Unterwasserwelt hatten die Teilnehmer viel Freude und konnten die Ursprungsmaterialien vieler Arzneien live und in Farbe begutachten, natürlich immer kompetent begleitet von den beiden Tauchprofis, in Kooperation mit dem SUBEX Red Sea Dive Center, der Partner vor Ort. „Marine Biotechnologie ist in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Pharma-Industrie gerückt. Viele Medikamente wie Antibiotika gegen Infektionskrankheiten oder Wirkstoffe gegen Krebszellen werden aus dem riesigen Fundus des Meeres gewonnen“, betont Thomas Hengst.
In den hoteleigenen Vortragsräumen lernten die Apothekenleiter entsprechend das Ökosystem des Roten Meeres kennen und informierten sich über den aktuellen Stand der medizinischen Forschung. Neben der Flora und Fauna des roten Meeres sowie der Betreuung von Tauchern und Wassersportlern im Urlaub als ideale Ergänzung zur Reiseberatung in der Apotheke, waren auch die giftigen Meerestiere Thema der Vorträge. „Giftstoffe, die von den Meeresbewohnern zum Schutz produziert werden, erfordern – bei Kontakt mit den Menschen – eine schnelle, medizinische und fachkundige Behandlung“, erklärt der auf Tauchmedizin spezialisierte Apotheker. „Das Wissen über diese Gefahren ist für einen Taucher unerlässlich. Wenngleich giftige Substanzen wie das Zellgift der Kegelschnecke auch von großem Nutzen sein können, etwa als Schmerzmittel“, ergänzt Thomas Baum.

Fazit: „Das Konzept ist voll aufgegangen – wir haben ein unglaublich positives Feedback erhalten und gleich dazu schon die ersten Anfragen für weitere Kooperationen und Spezial-Tauchangebote rund um das Gesundheitswesen, zum Beispiel bezüglich Ernährungsberatung“, freuen sich Baum und Hengst über die begeisterte Zustimmung aller Teilnehmer. Ihr Dank gilt insbesondere dem Hessischen Apothekerverband (HAV) und dem Maritim Reiseservice, die als Schirmherren fungierten und für die gesamte Logistik verantwortlich zeichneten. Auch ein Vorstands-Mitglied des HAV begleitete die Reise – und man war sich schnell einig, dass der Verband dieses Konzept weiterverfolgen wird.

www.fuldas-tauchertreff.de  
www.tom4dive.de 
www.h-a-v.de
www.dive-king.de
www.subex.org 

 

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MEERESMUSEUM: Vitrinen-Veteran durch moderne Stahl-Glas-Konstruktion ersetzt 20.3.12

Schwierigste Aufgabe während der nächtlichen Baumaßnahme: Da sechs Meter lange Scheiben ausschließlich stehend gelagert werden können, mussten sie vor dem Einbau der Länge nach aufgerichtet werden.

Der aus echten Korallen aufgebaute Riffturm im MEERESMUSEUM wird derzeit einer umfassenden Generalüberholung unterzogen. In der Präparationswerkstatt entstehen täglich neue Fische, die leuchtenden Farben von über 30 verschiedenen Korallenarten werden erneuert und zusätzlich wird eine moderne Ton- und Lichtinstallation entwickelt, die zur Saison den Besuchern das Leben im Riff bei Tag und bei Nacht zeigen soll. „Diese Inszenierung des größten Korallenriffs in einem deutschen Museum wird garantiert ein Highlight, von dem die Besucher noch lange schwärmen werden“, meint der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Dr. Harald Benke.
Damit der neue Glanz lange währt, muss der inzwischen 30 Jahre alte Riffturm hinter Glas vor Staub geschützt werden. Gestern Nacht wurde es dann für die Bautechniker ernst. „Um den einen perfekten und durchgängigen Blick zu bieten, hat sich das MEERESMUSEUM für riesige, bis zu sechs Meter hohe Scheiben entschieden. Vergleichbar mit dem Einbau großer Aquarienscheiben war millimetergenaues Arbeiten gefragt, nur dass die Bruchgefahr ungleich höher war“, sagt der stellvertretende Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Andreas Tanschus. Zukünftig habe man vom Chor der ehemaligen Klosterkirche mit dem beliebten Finnwalskelett durchgängige Sicht auf das Leben im Korallenriff. Über die drei Ebenen der Katharinenhalle werden auch Details, wie eine Muränenhöhle oder die Putzerstation, deutlich erkennbar. Außerdem sollen rund 2.700 energiesparende LED-Leuchtdioden unter der Vitrinendecke die einladende Unterwasseratmosphäre der tropischen Meere simulieren. „Die sechs Meter langen und 24 mm dünnen Scheiben durften ausschließlich aufrecht transportiert und gelagert werden“, sagt Stefan Schmidt vom Deutschen Meeresmuseum, der den technischen Umbau mit plante und betreut. Den Stahl-Glas-Bau mit dem anspruchsvollen, nächtlichen Einsetzen der Scheiben per Kran übernahm die Rügener Spezialfirma FLZ Lauterbach, die bereits die komplizierte Installation der Stahlfassade des OZEANEUMs erfolgreich meisterte.
Mit der Installation der neuen, 125 m³ fassenden Stahl-Glas-Konstruktion im MEERESMUSEUM erfüllt eine der größten Museumsvitrinen Deutschlands nun die aktuellsten Sicherheitsstandards, ist absolut staubdicht und setzt technische Maßstäbe mit patentierten Schwerlastscharnieren für die Türscheiben. Davon können sich Besucher täglich ab 10:00 Uhr im MEERESMUSEUM in Stralsund überzeugen.

www.meeresmuseum.de 
www.ozeaneum.de

 

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Importverbot für Delphine: Absehbarer Erfolg eines langen Engagements 15.03.2012

 

Seit 23 Jahren setzt sich OceanCare gegen die Gefangenhaltung von Delphinen in der Schweiz ein. Der heutige Entscheid des Ständerates ist ein Meilenstein im Bemühen der Organisation, die Schweiz zu einem Delphin-freien Land zu machen.Wädenswil, 14. März 2012: Mit 22 zu 19 Stimmen hat sich der Ständerat heute für ein Verbot von Delphinimporten in die Schweiz ausgesprochen. Damit schafft er zwar eine Differenz zum Nationalrat, der mit grosser Mehrheit für ein Halteverbot votierte, doch wird die Delphinhaltung in der Schweiz auch mit dem Importverbot zum Auslaufmodell.In der Schweiz werden über kurz oder lang keine Delphine mehr in Gefangenschaft gehalten. Damit folgt unser Land dem Beispiel von Norwegen, England, Luxemburg, Slowenien und Zypern. Seit 1989 behielt OceanCare dieses Ziel im Fokus und engagierte sich unermüdlich dafür, dass Delphine als Wildtiere anerkannt werden, die aufgrund der besonderen biologischen Bedürfnisse in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können.

Es geht nicht nur um die Schweiz
Ein Umdenken bezüglich der Haltung von Delphinen in Gefangenschaft will OceanCare aber nicht nur in der Schweiz bewirken. Im November 2011 überreichte die Organisation dem EU-Botschafter in Bern eine Petition mit 60‘500 Unterschriften gegen den Neubau von Delphinarien und gegen den Import von Delphinen in die EU. Im Rahmen des Species Survival Network (SSN) setzt sich OceanCare dafür ein, dass Delphinarien auch in aussereuropäischen Ländern verboten werden.
Weltweit gibt es mehr als 200 Delphinarien. Da jeder Eintritt das lukrative Geschäft mit Delphinen in Gang hält, informiert OceanCare über die Medien sowie zusammen mit Reiseveranstaltern seit Jahren über die Schattenseiten der Delphinarienindustrie. An der Internationalen Schule für Touristik führt OceanCare Workshops durch, um angehende Fachkräfte für die schwierigen Aspekte des Delphintourismus zu sensibilisieren.

Gefangenschaft ist nicht das einzige Problem
Das Engagement von OceanCare geht weit über das Gefangenschafts-Problem hinaus. Als UN-Sonderberaterin für Meeresfragen setzt sich die Organisation in allen relevanten Gremien der Vereinten Nationen für den Schutz des Lebensraumes Meer ein. Im Fokus ihrer Aktivitäten stehen der weltweit zunehmende Unterwasserlärm, die Überfischung, die Verschmutzung der Weltmeere mit Plastik und anderen Schadstoffen sowie der Schutz der Hochsee. An der Internationalen Walfangkonferenz erhebt OceanCare seit 1992 als einzige Schweizer Umweltorganisation die Stimme für die Wale und Delphine. Gemeinsam mit dem US-amerikanischen Delphinschützer Ric O’Barry geht OceanCare weltweit gegen brutale Delphin-Wildfänge vor. Eine Kampagne, die 1997 von OceanCare und der Environmental Investigation Agency (EIA) lanciert wurde, klärt die Bevölkerung in den Walfangländern über massive Kontamination des Fleisches von Walen und Delphinen mit Schadstoffen auf.

www.oceancare.org

 

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Delphin-freie Schweiz rückt in Griffnähe 15.03.2012

 

Mit überzeugender Mehrheit sprach sich der Nationalrat heute für ein Verbot der Haltung von Walen und Delphinen in der Schweiz aus. Ein entsprechender Artikel im Tierschutz-Gesetz kommt jetzt vor den Ständerat.
Wädenswil, 13. März 2012: Mit 112 zu 60 Stimmen sprach sich der Nationalrat überraschend deutlich dafür aus, dass im Schweizer Tierschutzgesetz ein Verbot der Haltung von Walen und Delphinen verankert wird. OceanCare nimmt das Resultat der Abstimmung mit grosser Erleichterung zur Kenntnis. „Seit 23 Jahren engagieren wir uns für die Anerkennung der wissenschaftlich belegten Tatsache, dass Wale und Delphine in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können“, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare.
Am 2. April öffnet das Connyland erneut seine Tore. Überschattet wird der diesjährige Saisonstart durch die tragischen Delphintode. 2011 verendeten im thurgauischen Freizeitpark drei Meeressäuger: Barchus im Mai, Shadow und Chelmers im November. Weil der Verdacht auf Vergiftung bestand, wurden letzere von der Universität Zürich obduziert. Die beiden – gemäss Connyland vor ihrem Ableben gesunden – Delphine starben an Hirnversagen infolge Antibiotikaverabreichung. Der Befund überrascht nicht. Gestützt auf Angaben ehemaliger Connyland-Delphintrainer reichten OceanCare und die Stiftung für das Tier im Recht bereits 2010 eine Strafanzeige wegen gravierender Mängel in der Delphinhaltung ein.
Im einzigen Schweizer Delphinarium leben nun noch drei Delphine. Die Gruppenzusammensetzung ist ungünstig, denn es handelt sich um ein erwachsenes Weibchen (Wildfang aus Kuba) und deren zwei männliche Jungtiere von 9 Monaten bzw. 7 Jahren, wovon das ältere bald geschlechtsreif wird. Die Betreiber des Connyland sind also auf neue Delphinimporte angewiesen. Dass diese nicht bewilligt werden dürfen ist allein schon aufgrund der traurigen Bilanz des Freizeitparks selbstredend: In nur 3 Jahren starben im Kanton Thurgau 8 Delphine.

www.oceancare.org 

 

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Eine blaue Armee formiert sich: Mission Deep Blue – die Initiative von SSI und Sharkproject 7.3.12

Die Meere sterben. Jeden Tag ein bisschen mehr. Die Gründe sind Überfischung, Müll, Lärm, Ölverschmutzungen und vieles andere. Für die Menschen, die nur die Oberfläche sehen, scheinen die Meere noch gesund zu sein. Aber vor allem Taucher wissen, wie es an vielen Stellen dieser Welt unter der blauen Oberfläche wirklich aussieht. Was liegt also näher, als das diese Taucher nun antreten, die Meere zu retten. Genau genommen sind es 2.500 Tauchbasen und viele Millionen brevetierte Taucher der internationalen Tauchsportorganisation SSI. Gemeinsam mit den erfolgreichen Meeresschützern der Umweltorganisation SHARKPROJECT bilden sie eine blaue Armee für die Meere. Zwei starke Partner haben sich hier für den Schutz der Meere gefunden. Zum einen die ehrenamtlichen Aktiven von Sharkproject, die seit vielen Jahren erfahren sind im Kampf um den Erhalt der Meere und die weltweite Reputation genießen. Und zum anderen die vielen Millionen Taucher von SSI, die mit ihrer aktiven Hilfe eine der weltweit größten Meereschutz-Initiativen erst möglich machen. Die gemeinsame Initiative „Mission Deep Blue“ hat klare Ziele. Sie soll vor allem eins: Aktiv eingreifen! Das heißt im Klartext: Es soll keine weitere Meeresschutzinitiative werden, die nur große Worte macht und Petitionen verteilt. Die „Mission Deep Blue“ soll sofort und spürbar aktiv werden.
Basis dafür ist das neue SSI-OCEAN-RANGER-BREVET. Damit können sich Taucher als Mitglied einer der weltweit größten Meeresschutzkampagnen ausweisen und unterstützen dabei gleichzeitig die Missionen der MISSION DEEP BLUE, die damit auf dem besten Weg ist, eine der weltweit größten Meeresschutzinitiativen zu werden. Erste Großsponsoren aus der Tauchsportindustrie haben sich mit Subgear und Scubapro bereits gefunden.
Wer sich als OCEAN RANGER bewerben will, kann das bei allen OCEAN-RANGER-STATIONEN der SSI-Tauchbasen, direkt bei SSI: www.divessi.com oder auch direkt über die SHARKPROJECT-Website www.sharkproject.org

Die einzelnen Missionen der MISSION DEEP BLUE:

Mission 1: Stopp Finning
Hier geht es um aktive Unterstützung der Stop-Finning-Alliance in Costa Rica mit dem Ziel, der Flossenmafia dort das Handwerk zu legen.

Mission 2: Schildkrötenschutz in Indonesien.
Ziel ist es hier, den Schildkrötenhandel auf Bali – eine der Drehscheiben des internationalen Schildkrötentötens – zu unterbinden. Zu den Aktionen gehören Rangereinsätze zur Überwachung der Brutgebiete und eine Reihe von Aufklärungskampagnen.

Mission 3: Schaffen von Meeresschutzgebieten
In dieser Mission geht es um nichts weniger als um die Schaffung des weltweit größten Meeresreservates in Ozeanien. Auf der schon erreichten positiven Grundlage wird die Mission Deep Blue Experten ausbilden, die als Meeresbotschafter die jeweiligen Regierungen beraten.

Mission 4: Schulmaterialien / Kinderaufklärung
Ziel hier: Wir wollen für Schulen vornehmlich in Drittweltländern entsprechendes Schulmaterial für den Unterricht zur Verfügung stellen, das die Umweltproblematik und die Folgen für die Kinder zum Inhalt hat. Erste Stationen sind hier neben den deutsch- und englischsprachigen Ländern Costa Rica und Mocambique.

Weitere Informationen:
Robert Stoß, Geschäftsführer SSI GmbH
Johann-Höllfritsch-Str. 6 | D-90530 Wendelstein
Tel.: +49 (0) 9129 90 99 3820 | Fax: +49 (0) 9129 90 99 38 50

eMail
rstoss@ssieu.com
www.divessi.com

 

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HAIdaway Malediven 1.2.12 

Haischutz total auf 90.000km²: Der Inselstaat erklärt seine Gewässer zur Haischutzzone und erhält den Shark Guardian Award der internationalen Haischutz-Organisation Sharkproject e.V. 
 
Die Malediven haben ihre Gewässer zur Haischutzzone ausgerufen und ein Komplettverbot für Haifang sowie den Import und Export von Haifisch-Produkten erlassen: Das HAIdaway für Haie auf 90.000 km² garantiert Tauchern aus aller Welt eindrucksvolle Begegnungen mit an die 30 Haiarten wie Hammer-, Wal- und Tigerhaien. Die Schutzzone sorgt dafür, dass der einzigartige Artenreichtum der intakten Unterwasserwelt auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt. Die Malediven sind weltweit der zweite Staat, der eine Haischutzzone errichtet hat und beweisen damit ökologischen Weitblick und ihre Vorreiterrolle in puncto nachhaltigem Tourismus. 
 
Haischutz auf den Malediven: Durchführung und Entwicklung  
 
Die Regierung hat für maledivische Fischer, die bislang mit dem Haifang ihren Lebensunterhalt verdienten, ein Entschädigungsprogramm gestartet, das unter anderem den staatlichen Rückkauf von Haiprodukten vorsieht. Vor dem Komplettverbot für Haifang hat der Inselstaat bereits verschiedene andere Maßnahmen erlassen. So fasste die Regierung 1995 den Beschluss, die Walhaie zur geschützten Art zu erklären. 1998 trat ein Verbot für Haifang innerhalb eines Gebiets von 12 Seemeilen vor einzelnen Atollen in Kraft, gefolgt von der Erweiterung des 12 Seemeilen-Fangverbots auf sämtliche Atolle im Jahr 2009. Neben Haien stehen auf den Malediven auch andere gefährdete Meerestiere unter Schutz. Zu ihnen zählen Delfine, Wale, Meeresschildkröten, die schwarze Koralle und der Napoleonfisch. 
 
Ausgezeichnet: Malediven erhalten den Shark Guardian Award 2012 
 
Für die Errichtung der Haischutzzone und ihre Bemühungen rund um das Thema Haischutz wurden die Malediven mit dem diesjährigen SHARK GUARDIAN OF THE YEAR Award der internationalen Haischutzorganisation Sharkproject ausgezeichnet. Der weltweit einzige Hai-Award wird von der Organisation jedes Jahr auf der Messe boot an Personen, Organisationen oder Staaten verliehen, die sich aktiv und konsequent für den Schutz der Haie eingesetzt haben. 
 
Haischutz – dringend notwendig 
Weltweit werden pro Jahr schätzungsweise 150 Millionen Haie getötet. Daher sind etwa 200 der rund 500 Hai-Arten weltweit in ihrer Existenz gefährdet oder bereits vom Aussterben bedroht. Haie stehen an der Spitze der Nahrungskette, sind sehr wichtig für das ökologische Gleichgewicht in den Meeren und somit für die Aufrechterhaltung des gesamten Ökosystems im Meer. Ihr Aussterben hätte auch für den Menschen unabsehbare Konsequenzen. 

 

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Mares: „Just add money“ 1.12.12

Spende statt Werbegeschenke! Mares Verkaufsleiter Michael Hiller (m.) überreicht einen „großen“ Scheck an die Vorsitzenden der Umweltschutzorganisation Yaqu Pacha e.V. Dr. Lorenzo von Fersen (l.) und Stefan Wiessmeyer (r.)

Spenden statt Kataloge verteilen! Unter diesem Motto bescherte Mares der Umweltorganisation Yaqu Pacha zum Schutz bedrohter Delfine am ersten Messesonntag einen „satten“ Scheck.

Viele Besucher am Mares-Stand in der Taucherhalle 3 blickten zuerst ungläubig in eine leere Papiertüte: Keine Flyer, kein Katalog, keine Werbegeschenke waren darin enthalten. Nur ein Holzbleistift sowie ein Anhänger, der für die Lösung des „Rätsels“ sorgte. Sämtliche Werbekosten der boot 2012 – allen voran die Kosten des neuen Hochglanzkataloges – wurden von Mares als Spende an die Umweltorganisation Yaqu Pacha e.V. gleich am ersten Wochenende durchgereicht. Und dafür hatten dann alle Besucher Verständnis…

Die Scheckübergabe „leitet eine Kehrtwendung ein, hin zu mehr Verantwortung für die Belange der Umwelt“, so der Verkaufsleiter von Mares Deutschland Michael Hiller. „Mit Hilfe der von Mares gespendeten Summe von 5.000.- Euro wird der Schutz des La Plata Delfins (der am meisten bedrohten Delfinart Südamerikas) gefördert“, versichert der Biologe und Erste Vorsitzende von Yaqu Pacha Dr. Lorenzo von Fersen. Laufende Populationsschätzungen, die Ermittlung von Beifangzahlen und die Durchführung von Schutzmaßnahmen im gesamten Verbreitungsgebiet dieser Art gehören zum Grundprogramm der Umweltschützer vor Ort, die unbedingt auf Spenden angewiesen sind.

Mehr Infos unter: http://www.yaqupacha.org/

 

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Im Sea Life sind die Würfel gefallen: Die Babysitter der Hai-Eier stehen fest 20.1.12

Zehn Wochen lang hatten Schüler in ganz Deutschland die Möglichkeit, sich für das einzigartige Sea Life-Schulprojekt „Hai-Eier im Klassenzimmer“ zu bewerben. In dieser Woche war es endlich soweit: Der Hai-Nachwuchs hat sein neues Zuhause in den Schulklassen bezogen. Acht Klassen dürfen sich nun stolz „Hai-Babysitter“ nennen – eine pro Sea Life-Standort. Hiermit fiel außerdem der Startschuss für das Rennen um den Titel „Hai-Klasse 2012“.
Lange haben die Schülerinnen und Schüler diesem Termin entgegengefiebert: Seit dieser Woche sind sie im stolzen Besitz von Katzen- oder Bambushai-Eiern, die sie in den kommenden Wochen unter ihrer eigenen Verantwortung betreuen werden. Dabei konnten sie rund 250 Mitbewerber bezwingen. „Wir sind von den zahlreichen Bewerbungen überwältigt. Es ist beindruckend, was sich die kleinen Unterwasserfans alles haben einfallen lassen: Reimen, Basteln, Filmen oder Geschichten schreiben – jede Idee hat uns fasziniert. Doch letztlich mussten wir uns für acht Klassen entscheiden und freuen uns auf eine spannende Zeit mit den Schülern“, sagt Daniela Vonbrunn, Sprecherin Sea Life Deutschland.
Die Mädchen und Jungen übernehmen in der kommenden Zeit die Verantwortung für echte Hai-Eier. Bis zum Schlüpfen der Babys in etwa sechs Wochen muss das Aquarium täglich betreut werden – natürlich auch am Wochenende. Hierzu gehört die Überprüfung der Wasserwerte ebenso wie die Messung der Temperatur. Wie die Kleinen diese Aufgaben bewältigen, erklärten ihnen die Aquaristen der Sea Life Großaquarien. Sie versorgten die Klasse auch mit dem nötigen Equipment: Vom Aquarium bis hin zur Filteranlage sind sie nun perfekt ausgestattet. Außerdem überreichten sie ihnen ein neues Türschild: „Offizielle Hai-Aufzuchtstation“.
Zudem startet mit dem heutigen Datum der Wettbewerb um die „Hai-Klasse 2012“. Über einen Zeitraum von jeweils einer Wochen sollen die Hai-Ei-Klassen der acht deutschen Sea Life Großaquarien Aufgaben erfüllen. Beispielsweise sollen sie das Leben „Ihrer“ Hai-Babys aufzeigen, sobald diese groß sind.
Deutschlandweit hatten sich bei allen acht Sea Life Großaquarien insgesamt rund 250 Klassen beworben: Pro Standort hat sich eine Klasse durchgesetzt. Welcher der Finalisten sich am Ende gegen die sieben anderen Klassen durch sein Engagement in unterschiedlichen Aufgaben durchsetzt und sich Anfang März „Hai-Klasse 2012“ nennen darf, bleibt mit Spannung abzuwarten.

Weitere Informationen zum Hai-Ei-Projekt von Sea Life erhalten Sie im Internet unter www.sealife.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/SEALIFEDeutschland

 

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Das eingewanderte Dichte Laichkraut - Ein sicheres Versteck für Einheimische 19.1.12

Foto: A. Mrkvicka Foto: A. Mrkvicka

Das Dichte Laichkraut wurde vom Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) gemeinsam mit dem Tauchsportverband Österreichs (TSVÖ) und dem Schweizer Unterwassersportverband (SUSV) zur Wasserpflanze des Jahres 2012 gewählt. Damit soll auf die starke Gefährdung der Pflanze aufmerksam gemacht werden. In Deutschland gilt sie als eingebürgerter Neophyt und bietet Fischen ein gutes Versteck.

Wie in jedem Jahr haben der VDST, TSVÖ und der SUSV zur Eröffnung der weltweit größten Wassersportmesse "boot" in Düsseldorf die Wasserpflanze des Jahres 2012 bekanntgegeben. Damit und mit einer eigens für die Wasserpflanze des Jahres erstellten Postkarte möchten die Verbände Sporttauchern sowie Wassersportfreunden die Gelegenheit geben, sich intensiver mit dem "Grün" im Wasser und auf der Wasseroberfläche zu beschäftigen. Es ist ihnen ein wichtiges Anliegen, auf die Bedrohung vieler Wasserpflanzen hinzuweisen, deren leises Verschwinden oft nur von Sporttauchern frühzeitig bemerkt werden kann.

Schutz und Versteck zugleich
Das Dichte Laichkraut (Groenlandia densa; früher Potamogeton densum) oder Fischkraut ist eine ausdauernde Wasserpflanze. Sie bevorzugt kühle, langsam fließende, unverschmutzte und nährstoffarme Gewässer in Lagen von 150 bis 1.000 m. Vorkommnisse von Dichtem Laichkraut sind selten. Größere Bestände bildet es zumeist in geringeren Wassertiefen. Seinen Namen verdankt das Laichkraut der engstehenden, länglichen Beblätterung und den oftmals dichten, flächendeckenden Beständen. Dadurch bietet es sicheren Schutz für Jungfische und gute Verstecke für Räuber.

In der Welt zu Hause, in Deutschland bedroht
Das Verbreitungsgebiet des Dichten Laichkrautes reicht von Europa, über Kleinasien und Nordwestafrika. Es wird also entweder als einheimische Wasserpflanze oder als eingebürgerter Neophyt wie in Deutschland beschrieben. Die stärkste Bedrohung stellt die Wasserverschmutzung dar. Das Dichte Laichkraut ist stark gefährdet, unterliegt aber keinen weiteren Schutzbedingungen. In Deutschland gibt es nur noch in neun Bundesländern ein bis maximal drei Vorkommen. Ursache dafür ist die ausbleibende Neubildung von Altwassern.

Wasserpflanze mit Bodenhaftung
Das Dichte Laichkraut vermehrt sich hauptsächlich vegetativ. Oft kann man am Stängel weiße Nebenwurzeln erkennen. Es kommt zu Wind- und Wasserbestäubung. Die Früchte sind dünnwandig und haben einen hakenförmig gebogenen Schnabel. Als Hydrophyt ist sie eine Wasserpflanze, die im Boden verankert ist und die Photosynthese ganz unter Wasser betreibt. Daher bildet das Fischkraut auch keine Schwimmblätter aus. Die Pflanze wird bis zu 50 cm hoch und blüht von Juni bis August. Der Stängel ist dicht mit eiförmig bis länglich-lanzettlichen Blättern besetzt. Die Blätter haben keine Blattscheide und umfassen paarweise den Stängel. Der Blütenstand ist ein- bis dreiblütig.

Wer mehr über das Dichte Laichkraut als offizielle Wasserpflanze des Jahres 2012 erfahren und die Postkarte erhalten möchte, ist vom 21. bis 29. Januar 2012 am Stand des VDST in Halle 3 B 53/54 auf der 43. "boot" in Düsseldorf herzlich willkommen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.wasserpflanze-des-jahres.org .

Zusatzinformationen zur „Wasserpflanze des Jahres 2012“
In den letzten Jahren hat immer der Förderkreis Sporttauchen e.V. die „Wasserpflanzen des Jahres“ ausgewählt. Seit 2011 haben das jetzt die nationalen Tauchsportverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz als gemeinsame Aufgabe grenzüberschreitend übernommen. Der private Betreiber der Homepage www.foerderkreis-sporttauchen.de steht in keinem Zusammenhang mit dem früheren, ehrenamtlichen Förderkreis Sporttauchen e.V., hat aber eigenständig als inoffizielle "Wasserpflanze des Jahres 2012" den Gewöhnlichen Wasserhahnenfuß benannt. Daher besteht hier die Gefahr der Verwechslung.

 

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Das Neunauge - Höchstes Erdenalter schützt nicht vorm Aussterben 19.1.12

Das Neunauge wurde vom Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), dem Deutschen Angler Verband (DAV) und dem Bundesamt für Natur-schutz (BfN) zum Fisch des Jahres 2012 gewählt. Damit soll auf eine Verbesserung des Gewässerschut-zes aufmerksam gemacht werden, um den Fortbestand der Neunaugenarten zu sichern. Neunaugen weisen eine Hunderte Millionen Jahre alte Entwicklungsgeschichte auf.

Wie in jedem Jahr haben der VDST, VDSF, DAV und das BfN den Fisch des Jahres 2012 gekürt und geben ihn zur Eröffnung der weltgrößten Wassersportmesse "boot" in Düsseldorf bekannt. Mit den eigens dafür erstellten Postkarten möchten alle drei Verbände und das BfN Sporttauchern sowie Wassersport-freunden die Gelegenheit geben, sich intensiver mit gefährdeten Arten im Wasser auseinanderzusetzen. Den Initiatoren ist es ein wichtiges Anliegen, auf die Gefährdung vieler Unterwasserlebewesen hinzu-weisen, deren schleichender Verlust oft nur von Sporttauchern frühzeitig festgestellt werden kann.

Ein Leben zwischen Erholung und Gefährdung
Neunaugen gehören mit einer Entwicklung von rund 400 bis 500 Millionen Jahren zur ältesten, noch lebenden Wirbeltierklasse der Erdgeschichte. Streng genommen zählen sie nicht zu den "Fischen", son-dern zu den sogenannten Rundmäulern. Aufgrund von Schutzmaßnahmen haben sich die Neunaugen-bestände in unseren heimischen Gewässern in den vergangenen Jahren allmählich erholt. Im 19. Jahr-hundert waren Neunaugen hierzulande noch weit verbreitet. Sie wurden durch die Fischerei genutzt und waren als Nahrungsmittel des Menschen bis ins 20. Jahrhundert beliebt. Durch Verschmutzung und Verbau der Gewässer sind die Vorkommen stark zurückgegangen. Wo durch Regulierungen keine sandi-gen Sedimentbänke mehr auftreten oder durch Aufstau kiesige Laichplätze verloren gehen, verschwin-den auch die Neunaugen. Hindernisse wie Querverbauungen können sie nicht überwinden und auch so manche Fischaufstiegshilfen nicht passieren. Sollte der Ausbau von Wasserkraftwerken und Querbau-werken vorangetrieben werden, könnte sich der mancherorts inzwischen wieder gebesserte Erhaltungs-zustand der Neunaugen wieder verschlechtern.

Der Mythos der neun Augen
In Deutschland gibt es vier Neunaugenarten: Bach- und Flussneunauge, Ukrainisches Neunauge sowie das Meerneunauge. Statt des gewöhnlichen Fischmauls mit Ober- und Unterkiefer haben alle Arten einen kreisförmigen, innen bezahnten Saugmund an der unteren Seite des Kopfes. Der Körper ist aal-förmig und hat keine Schuppen. Die deutsche Bezeichnung Neunauge ist sehr alt und entstand durch ungenaue Beobachtung. Die eigentlichen Augen, die nur einfach vorhandene Nasenöffnung und die sieben, seitlich gelegenen Kiemenöffnungen erwecken bei flüchtigem Betrachten den Eindruck, das Tier hätte neun Augen auf jeder Körperseite.

Saugkraft ermöglicht Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung
Alle Neunaugen laichen im Süßwasser ab und kommen dort zur Welt. Während die Bachneunaugen das ganze Leben im Süßwasser verbringen, handelt es sich beim Fluss- und Meerneunauge um Wanderar-ten. Direkt nach der Umwandlung zum erwachsenen Tier wandern sie in die Brackwasserregionen oder ins Meer ab. Dort ernähren sie sich parasitisch, indem sie sich an Fischen festsaugen und mit ihrem Zun-genkopf die Haut aufraspeln. Dabei nehmen sie Blut und Gewebeteile auf. Teilweise bohren sie sich sogar bis in die Körperhöhle des Opfers vor. Im Gegensatz dazu nehmen Bachneunaugen im erwachse-nen Zustand keine Nahrung mehr zu sich und werden somit auch nicht als Fischschädlinge auffällig. Mit dem Erreichen der Geschlechtsreife erlischt bei allen Arten die Nahrungsaufnahme.

Zur Fortpflanzung steigen Fluss- und Meerneunaugen oft mehrere hundert Kilometer in die Flüsse zu ihren Laichgebieten auf. Im Frühling bilden sich Laichgesellschaften, die unter aktiven Paarungsspielen Laichgruben ausheben. Mit Hilfe des Saugmaules werden hierbei Steine aufgesammelt und entfernt. Nach dem Laichakt sterben die Neunaugen an Entkräftung. Die geschlüpften blinden Larven (auch Quer-der genannt) vergraben sich im Sand oder Schlamm. Der Kopf bleibt frei und filtert feine Nahrungsparti-kel wie Kleinlebewesen oder Pflanzenteilchen aus dem Wasser. Das Larvenstadium ist die längste Phase im Leben der Neunaugen. Es dauert mindestens fünf Jahre. Anschließend vollziehen die Tiere einen erstaunlichen Gestaltwandel vom Larven- zum Erwachsenenstadium.

Wer mehr über das Neunauge erfahren und die Postkarten erhalten möchte, ist vom 21. bis 29. Januar 2012 am Stand des VDST in Halle 3 B 53/54 auf der 43. "boot" in Düsseldorf herzlich willkommen.

www.vdst.de

 

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Totes Meer: Quellen des Lebens 28.09.2011

Wissenschaftler entdecken Mikroorganismen in Süßwasserquellen am Boden des Toten Meeres

Der tiefste Punkt auf der Erdoberfläche ist das Tote Meer in Israel. Jetzt hat ein israelisch-deutsches Wissenschaftlerteam am Boden des Toten Meeres neue Süßwasserquellen entdeckt. Zwar hatte man Quellen dort schon länger vermutet, aber nur mit Hilfe von Tauchern konnte jetzt nachgewiesen werden, dass diese sich bis zu 30 Meter Wassertiefe erstrecken. Bisher wurden diese Quellen kaum erforscht, weil die hohe Salzkonzentration im Wasser das Tauchen schwierig und gefährlich macht. Nun aber konnten die Forscher an den Quellen Wasser- und Sedimentproben nehmen, in denen sie neuartige Mikroorganismen entdeckten.
Bis in die 1950er Jahre versorgte der Jordan das Tote Meer mit Wasser. Als dieser Zufluss gestoppt wurde, um die Trinkwasserversorgung zu sichern, fing der Wasserstand des Toten Meeres an, mit einer besorgniserregenden Geschwindigkeit zu fallen, die jetzt bei einem Meter pro Jahr liegt. Als Folge davon veränderte sich der See dramatisch. Seit 1979 ist der See nicht mehr geschichtet, sondern seine oberen und unteren Wassermassen vermischen sich wegen der veränderte Dichte der oberen Schichten. Die genaue Wasserbilanz ist schwer zu schätzen, weil hier wahrscheinlich mehrere Quellen und Senken beitragen wie z.B. unterseeische Grundwasserquellen, die aus nicht bestimmbaren Quellen gespeist werden
Schon seit den 1930er Jahren war den Forschern der Hebrew University of Jerusalem bewusst, dass der Name „Totes Meer“ im Widerspruch zu den dort lebenden Mikroorganismen stand. Professor Aharon Oren aus dem israelisch-deutschen Wissenschaftlerteam untersucht seit den 1980er Jahren das Tote Meer und konnte nur zwei Mal, 1980 und 1992, eine mikrobielle Blüte beobachten. Jetzt sind die Mikroorganismen wieder im Fokus der Wissenschaft. Ein israelisch-deutsches Team geleitet von Dr. Danny Ionescu vom Bremer Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie hat zwei Stellen im Toten Meer genauer untersucht. Ausgerüstet mit modernster Tauchtechnik und Probenahmegeräten konnten sie mehrere neue Quellen kartieren und dort Wasserproben nehmen. Die Forscher waren sehr überrascht über die mikrobielle Vielfalt in den Quellen und in deren Umgebung. Dort überwucherten artenreiche Bakterienmatten große Bereiche des Seebodens.
Dr. Ionescu sagt:“ Diese neu entdeckten Mikroorganismen in den Quellen sind andere als die, die 1992 das Tote Meer rot färbten. Wir denken, diese Entdeckung wird weitere neue Fragen aufwerfen. Manche betreffen die Überlebensstrategien dieser Bakterien, im Toten Meer zu überleben und woher sie ihre Energie beziehen.“
„Die Mikroorganismen im Toten Meer gehören zur Domäne der Archaeen und wir fanden zwischen 1000 und 10000 Zellen pro Milliliter Seewasser, das sind viel weniger als in den Meeren. Bisher waren im Toten Meer mikrobielle Matten nicht bekannt und man wusste sehr wenig über Mikroorganismen im Sediment“, erläutert Ionescu.
Das Team wird im Oktober 2011 eine weitere Tauchexpedition starten. „Wir konnten mit molekularbiologischen Methoden zeigen, dass in den Biofilmen Phototrophe und Schwefeloxidierer und viele andere Arten leben und während unserer nächsten Expedition werden wir uns neben vielen anderen Fragen besonders um deren biologische Aktivität kümmern.“
Hydrogeologie
Im Rahmen des von Deutschland finanzierten SUMAR-Projekts konnten Yaniv Munwes und Professor Jonathan Laronne von der Ben Gurion University of the Negev Geräte entwickeln, mit denen sie die Süßwasser-Flüssigkeitsaustritte untersuchten. Sie erwarten, damit die Wassermengen aus den neu entdeckten Quellen besser abschätzen zu können. Dr. Christian Siebert, Dr. Stefan Geyer und der Doktorand Ulf Mallast vom Helmholtz Zentrum für Umweltforschung in Halle untersuchten die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Quellen an Land und unter Wasser. Die unterschiedliche Wasserzusammensetzung gab es einen Hinweis darauf, dass noch andere Prozesse als die Vermischung von Wasser aus dem Toten Meer und den Quellen mitspielen.

 

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Walfleisch - Einmal ist keinmal? 20.05.2011

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Seit Organisationen wie OceanCare nachweisen, wie stark Walfleisch mit Giftstoffen belastet ist, ist die Nachfrage nach dieser „Delikatesse“ in den Walfangländern eingebrochen. Den Konsumenten ist der Appetit vergangen. In Island sollen es nun die Touristen richten. Sie werden dazu animiert, Walfleisch zu probieren.
Mehr als hunderttausend Personen nehmen in Island jedes Jahr an Walbeobachtungstouren teil und generieren dem wirtschaftlich angeschlagenen Staat Einnahmen in Millionenhöhe. Trotz der finanziellen Relevanz der Walbeobachtung hält die isländische Regierung auch am Walfang fest. Wieso aber werden die Wale gejagt, wenn sich ihr unverkäufliches Fleisch in Lagerhäusern stapelt? Diese Frage brachte die Walfänger bislang in Erklärungsnotstand – und das wollen sie ändern. Touristen werden dazu animiert, das Walfleisch „nur einmal zu probieren“. Einmal ist keinmal, wird sich denn auch so mancher sagen, der der kulinarischen Versuchung erliegt. Doch das ist ein Trugschluss. 40% des angelandeten Walfleischs werden inzwischen von Touristen verzehrt. Mehr als 100 Restaurants und Lebensmittelgeschäfte bieten in Island das verseuchte Fleisch in gebratener, marinierter oder geräucherter Form wieder an. 
„Jeder, der Walfleisch auch nur einmal isst“, so Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare, “sitzt einer tückischen Strategie auf: Nur wenn das Fleisch verkauft werden kann, lässt sich die Jagd auf Wale auf Dauer rechtfertigen. Der Konsum von Walfleisch, egal in welcher Menge, fördert den Walfang also gezielt.“ 
OceanCare appelliert an alle Island-Reisenden, auf Walfleisch zu verzichten und so konkret zum Schutz der Wale beizutragen. 

 

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