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Wissenschaftlich ist ein Pulsar ein spannendes Himmelslicht, man nennt ihn auch Neutronenstern, es umgeben ihn meist Gasnebel und dabei
strahlt er sichtbares Licht und Röntgenstrahlen ab. Genau so spannend ist die PULSAR Taucherhandleuchte von MB SUB. Sie strahlt unter Wasser mit Tageslicht –
Spektrum, hat enorme Energiereserven und schmeichelt dabei auch noch dem Auge und den Tastsinnen. UnterWasserWelt nahm den Stern aus Köln respektvoll mit in die Tiefe.
Die PULSAR beherrscht die Szene in ihrem Systemkoffer, in dem alle Komponenten der Highend – Leuchte zusammengestellt ausgeliefert werden. Matt
silbern schimmert der massige Lampenkörper, silbern blitzt der zum Spotreflektor mitgelieferte Floodspiegel, da hat das Ladegerät seinen Platz und für den
Flugtransport ist die Leuchteinheit getrennt im Köfferchen verpackt.
Technik und Design
Edel stiehlt sich die PULSAR in den Vordergrund und auch
ihr Preis unterstreicht dies. MB SUB hat diese Lampe zum Spitzenprodukt in seinem langjährig bewährten Leuchtenangebot gemacht. Im Gegensatz zum Trend bei anderen
Nobelprodukten verzichtet man auf eine Ebenholzschatulle als Verpackung und sieht sie lieber im realen Einsatz als in einer Glasvitrine. Aber es wäre für Michael
Bienhaus nicht befriedigend gewesen die PUILSAR lediglich technisch markant zu profilieren, es musste auch das Design, der Tastsinn angesprochen werden. Deshalb ist
das Gehäuserohr und der Bügelgriff fein sandgestrahlt, wodurch es edel matt schimmert. Berührt man die Oberfläche, verliert sie gefühlsmäßig sofort an Härte, die
PULSAR in der Hand zu halten ist auch ein sinnliches Erlebnis. Um diese feine Oberfläche bei einem Gerät realisieren zu können, das glatte Dichtflächen benötigt um
den Einsatz unter Wasser möglich zu machen, hat man bei MB SUB aufwändige Verfahren eingesetzt, damit die Sandstrahlung nicht auch die Dichtflächen erreicht. Die
Sinne ansprechende Details eines Produkts, das sich im Einsatz härtesten Anforderungen stellen muss, können nicht immer vergleichbar robust sein, wie die normaler
„heavy duty“ Geräte. So ist die matte äußere Hülle der PULSAR empfindlicher gegen Gebrauchsspuren, als die eloxierter Pendants. Daher liefert MB SUB auch einen
Neoprenschutz für das Lampenrohr, um dieses im Einsatz vor mechanischen Beschädigungen zu schützen. Vom Design gliedert sich die PULSAR in die Reihe der MB SUB
Leuchten nahtlos ein. Bügelgriff und Schalteinheit mit Feststellschraube als Einschaltschutz sind bereits klassisch. Der edlen Oberfläche des Lampenrohrs Rechnung
tragend ist hier kein Firmenschild platziert, dafür informiert eine Prägung im Bügelgriff über Hersteller und Produktname. Zwei weiße LED neben dem zweistufigen
Drehschalter übernehmen vier Aufgaben. Nach dem Einschalten signalisieren sie blinkend für 6 Sekunden den Zündprozess des Brenners, bei dem mit 6000 Volt Spannung ein
Lichtbogen erzeugt wird, der die Gase im Leuchtenkolben nach einander zündet und so das Tageslichtspektrum erzeugt. Während dieser 6 Sekunden kann die Leuchte nicht
abgeschaltet werden. Ähnlich verhält es sich nach dem Abschalten der PULSAR, dann leuchten die LED`S für 6 Sekunden, in denen die Leuchte nicht wieder aktiviert werden
kann. Blitzen die LED`S bei aktivierter Lampe auf, dann wird auf den bald einsetzenden Tiefentladeschutz hingewiesen. Nach Abschaltung der Leuchte durch die
eingebaute Elektronik liefern die beiden LED`S noch für etwa 120 Minuten ein Notlicht, das Instrumente beleuchtet oder auch zur Positionsbestimmung eines Tauchers beim
Nachttauchgang dient. Die Leuchte kann mit zwei Helligkeitsstufen betrieben werden. In Stufe 1 stehen 120 Minuten Leuchtzeit zur Verfügung, in Stufe 2 hat man 80
Minuten Powerlicht. Diese Werte zeigen, dass wenigstens zwei durchschnittliche Tauchgänge mit der PULSAR beleuchtet werden können. Eines muss man beim Einsatz einer
Tageslichtleuchte aber bedenken: Die Brenner altern in erster Linie durch die Menge der Zündprozesse. Daher schaltet man eine Daylight – Leuchte nach ihrer
Aktivierung in der Regel nicht aus, sondern lässt sie bis zum Ende des Tauchgangs aktiviert. Sorglos kann man mit der PULSAR auch „Non Limit“ tauchen, das
Schnellladegerät macht die Zellen nach maximal drei Stunden wieder fit. Die Lichtqualität wurde unter Wasser mittels digitaler Fotoaufnahmen überprüft, das
Tageslichtspektrum ist sauber, zudem ist der Floodreflektor so gut ausgelegt, das eine sehr weiche Ausleuchtung ohne jeden Hotspot Foto- und Videoaufnahmen möglich
macht. Das Innere der PULASR ist aufgeräumt und für die Blicke des Benutzers unspektakulär, wie man es von MB SUB kennt. Neu ist der abnehmbare Leuchtenkopf, der
Brenner und Reflektor vereint. Man kann den Leuchtenkopf einfach abziehen, zu Transportzwecken oder um den Reflektor zu wechseln. Bis man alle Handgriffe im Schlaf
beherrscht, sollte man aber zum Reflektorwechsel das gut strukturierte Handbuch zu Rate ziehen. Geladen wird die PULASR offen, das heißt mit abgeschraubten
Lampenrohr. Die Verbindung von Lampenrohr und Bodengruppe dichtet ein achsialer O-Ring. Das Gewinde läuft sauber, zum Öffnen der PULSAR kann, auch aufgrund der
Dimension des Lampenrohrs, eine zarte Frauenhand gern die Hilfestellung eines gut gebauten Tauchers in Anspruch nehmen.
Praxis
Mit
der Neoprenschutzhülle ausgestattet geht es zu den Testtauchgängen im Roten Meer. An der Bohrung im Grifbügel ist ein elastisches Sicherungstool (aus eigenen
Beständen) befestigt, sicher ist sicher, die Leuchte selbst ist zunächst im Bauchgurt des Jackets eingehängt. Der Abtrieb von 500 g ist bezogen auf die Dimension der
PULSAR moderat. Schaltet man die Leuchte ein, geht fast die Sonne auf. Auch gegen das Tageslicht versteht sich die PULSAR in Szene zu setzen, was ihr auch in
geringen Tiefen Pluspunkte einbringt, als Taucherleuchte und als Foto / Videolicht. Mag für Fotozwecke oder bei Tag die Powerstufe 2 notwendig sein, so ist die PULSAR
für alle anderen Beleuchtungszwecke und vor allem auch nachts mit der Stufe 1 äußerst wirkungsvoll. Nicht irritieren lassen sollte man sich durch eine geringfügige
Änderung der Lichtfarbe bei deutlicher Verkantung der Leuchte. Dies ist eine Eigenart dieses Brenners, der auch von Leuchten anderen Hersteller bekannt ist und keine
Fehlfunktion markiert. Das Handlich der Leuchte ist einfach, schnell verständlich und praxisgerecht. Die Bedienung mit dicken Handschuhen zeigt ebenso keine
Probleme. Die langen Leuchtzeiten und die schnelle Ladung machen sie zur idealen Begleitung aller Tauchgänge, auch bei „Non Limit“. Schließlich ist der
Einsatzort der PULSAR nicht nur auf Tauchgänge beschränkt, der Hersteller gibt sie auch für den Einsatz über Wasser frei, doch sollte man dabei den Grad der Erwärmung
des Lampengehäuses im Auge behalten.
Fazit
Die PULASR fällt durch ihre Leistungsdaten, das Design und auch ihren Preis aus dem Rahmen des
Üblichen. Dafür ist sie ein wirklich langjähriger Begleiter aller Tauchgänge. Verarbeitung und Lieferumfang sind lobenswert, über ein mitgeliefertes Sicherungstool
würde man sich aber freuen. MB SUB hat mit seinem „Stern aus Köln“ sein Meisterstück auf den Weg gebracht, das die Angebotspalette deutlich nach oben abrundet.
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