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In den Sommerferien habe ich in in Ägypten den Junior Advanced Open Water Diver kurz gesagt, den AOWD-Tauchschein gemacht. Wir waren
dieses Jahr wieder am selben Ort wie letztes Jahr, in El Quesier, dort hatte ich ja schon die Bedingungen für den Open
Water Diver (OWD) erfüllt.
Am Tag bevor der Kurs anging haben wir, also meine Familie und ich, erst mal unsere Kisten für den Automat, die
Abc-Ausrüstung, den ganzen Kleinkram, und unser Blei von der Sub Aqua Tauchbasis bekommen. Danach hat mir mein Tauchlehrer Pierre zuerst ein Stapel von fünf Blättern
in die Hand gedrückt und gesagt, dass das die Wiederholungsfragen sind die ich bis zum nächsten Tag zu beantworten hätte. Okay, gesagt getan. Am nächsten Tag,
pünktlich um halb neun zu Kursbeginn, hatte ich alle Fragen beantwortet und Pierre und ich gingen sie noch mal zur Überprüfung durch. Es wurde zum Beispiel gefragt
nach der Druckgleichung (P = F/A) und wodurch Dekounfälle passieren können. Ich war richtig stolz auf mich ich hatte nur eine Frage falsch beantwortet. Als wir
fertig waren, vertieften wir weitere Grundlagen, die für den Rest des Kurses von Belang war. Wir machten dann noch aus, was für Tauchgänge ich zu absolvieren hätte.
Auf jeden Fall musste ich einen Navigationstauchgang und ein Tieftauchgang (für mich sind das laut PADI-Vorgaben 21 Meter) machen. Zwei weitere Tauchgänge konnte ich
mir dann iaus einer Reihe von Angeboten aussuchen, ich wählte den Nachttauchgang und den Zodiac - Tauchgang (mit Zodiac ist ein Schlauchboot gemeint). Wir fingen
dann auch gleich mit dem Navigationstauchgang an. Vom OWD wusste ich ja schon, wie ein Tauchkompass funktioniert. Am Anfang fiel mir das NAvigieren mit dem Kompass
zwar schwer, doch den Bogen hatte ich bald raus. Wir übten zunächst an der Wasseroberfläche mit dem Kompass (ich musste von einer Palme zu einer anderen mit
Zahlenangaben finden) und danach ging’s ins Wasser. Im Wasser startete ichvon einem Bojenseil um einen Dreieckskurs zu tauchen, und ich kam sogar exakt wieder am
Bojenseil an. Das erste Viertel des AOWD war erfüllt. Am zweiten Tag machten wir am Vormittag den Zodiac - Tauchgang, das war eine Schaukelei, na ja zum Glück
mussten wir nur 5 Minuten mit dem Schlauchboot fahren. An der Tauchstelle angekommen ließen Meike (sie war für Pierre eingesprungen weil er krank geworden war) und ich
uns rückwärts vom Zodiac fallen. Damit alles nach Plan abläuft wird bis 3 gezählt und auf 3 geht’s ab ins Qasser. Das ist eigentlich ganz lustig, ich finde das
fühlt sich an als ob man in einer Waschmaschine eine Runde mitfährt. Unter Wasser sahen wir die verschiedensten Fische vom Doktorfisch bis zum Blaupunktrochen. Am
Abend stand der Nachttauchgang an. Mein Dad drückte mir eine Treble-Light Lampe in die Hand und mit dieser Lampe hätte ich die gesamte Allianz-Arena um zwölf Uhr
nachts noch vollkommen erhellen können. Wir gingen an diesem Abend ins Südriff, so hatten wir es einstimmig beschlossen, nachdem wir uns in der gruselig leeren
Tauchbasis umgezogen hatten. Das war wirklich etwas unheimlich weil es schon dunkel war und nur eine Lampe brannte, und sonst den ganzen Tag reger Betrieb in der Basis
herrscht. Also in voller Montur mit Lampen bepackt machten wir uns zu zweit auf zum Meer. Unter Wasser schalteten wir unsere Lampen an und erhellten damit das dunkle
Nass. Und was wir alles sahen! Wir tauchten am Riff entlang und entdeckten gleich mal einen Lobster und das Gelege einer spanischen Tänzerin. Wir schwebten weiter im
dunklen Wasser und entdeckten jede Menge Kleingetier und auf dem Rückweg begegnete ich dem wohl meiner Meinung nach witzigsten und süßesten Meeresbewohner: Einer
Mini-Seepia! Diese Sepia fand ich irgendwie genial, sie schaute ganz angestrengt von uns weg - nach dem Motto die sehen mich gar nicht!! Nö, - wieso sollten die
mich sehen also, und eins, zwei kräftig weiter paddeln. Und dann war der Nachttauchgang auch schon wieder vorbei. Ich stieg zusammen mit Meike aus dem Wasser und zog
mich schnell um, denn ohne die brütend heiße Tageshitze ist das Umziehen dann doch sehr unangenehm. Also beeilte ich mich und fiel in meinem Zimmer sofort ins
Bett. Doch auch der nächste Tauchgang ließ nicht lange auf sich warten. Am nächsten Morgen pünktlich um halb neun stand ich bereits wieder auf der Matte um mich
bereit zu machen für den Tieftauchgang. Ich hatte ehrlich gesagt schon etwas Bammel vor dem Tauchgang, weil ich ja ziemliche Probleme mit dem Druckausgleich
habe Aber Meike meinte nur, das sei gar kein Problem wir machen einfach langsam und ich soll mir doch nebenbei die netten Fische anschauen die da vorbeischwimmen.
Mit einem etwas mulmigen Gefühl stieg ich mit meiner Tauchlehrerin ins Wasser und der Abstieg begann. Und zu meinem größten Erstaunen hatte ich diesmal gar keine
Probleme mit dem Druck. Ich ließ es langsam angehen erst stiegen wir auf 7 Meter ab und dann immer weiter, Meter für Meter. Es war gar nicht so schlimm, wie ich
gedacht hatte. Und plötzlich waren wir auch schon auf 21 Meter und als ich nach oben Richtung Wasseroberfläche schaute um mich zu vergewissern das mein Tauchcomputer
stimmt, sah ich, dass meine Ausatmungsblasen einen ziemlich langen Weg vor sich hatten und das die Sonne ein nicht mehr allzu großer Fleck war. Doch es war mal wieder
Zeit zum Umkehren, also machten wir uns auf den Rückweg. Meinen AOWD hatte ich geschafft und mit Bravour bestanden.
OWD: http://deutsch.padi.com/german/html/recreational/owd.asp Open Water Diver
– Grundausbildung bei der Tauchsportorganisation PADI AOWD: http://deutsch.padi.com/german/html/recreational/aowd.asp
Advanced Open Water Diver – auf die Grundausbildung aufbauender Kurs bei PADI
www.padi.de
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