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Zuerst war es die Farbe, die ins Auge sprang. Ein Wingjacket in leuchtendem Gelb, das machte das Mauna Kea von Audaxpro interessant für
uns. Vom Deutschlandvertrieb Wet & Dry wurde das Testmuster zur Verfügung gestellt, im Diver`s Indoortauchzentrum die Praxis erprobt, denn dieses Wing ist aufgrund
seines Auftriebsvolumen und maximaler Bleiaufnahme eher auf Reisen oder bei Tauchgängen ohne Trockenanzug ein idealer Begleiter.
Dass Tec – Equipment
nicht nur in martialischem Schwarz gefertigt werden muss, beweist der italienische Spezialist für Tec – Jackets, Audaxpro, in beeindruckender Weise. Nicht nur,
dass Farben eine sympathische Ausstrahlung haben und auch der Sicherheit dienen, letztlich tun sich auch Fotografen und Filmer wesentlich leichter Taucher mit farbigem
Equipment unter Wasser abzulichten. Doch beim strahlenden Gelb ist noch lange nicht Schluss, Audaxpro bietet das Mauna Kea, wie alle anderen Tec – Jackets seines
Angebots auch in Rot und Blau an. Hardliner können natürlich auch ein schwarzes Wing bekommen. Obwohl das Mauna Kea, so wie der aus der Südsee stammende Name schon
verrät, seine Einsatzstärken nicht bei Tauchgängen mit „schwerem Gerät“ im Süßwasser zeigen kann, ist im Gesamtkonzept kein Kompromiss eingegangen worden. Es hat
viele Ausstattungsmerkmale eines Wingsystems, verzichtet aber auf individuelle Backplates und im Rückenbereich zu integrierende Gewichtsstücke, da die Zielgruppe
dieses Jacket mit Monoflaschen und nicht mit Doppelpacks taucht. Die Monoflasche wird von zwei Gurten fixiert, die die Flasche vollständig umgreifen und nicht nur auf
eine Halterung pressen, wie bei klassischen Jackets. Auf diese Weise trägt sich das Mauna Kea auch angenehm, weil die Flasche nicht auf den Rücken drückt und die
Rückenpolsterung tatsächlich auch als Polster wirkt. Zusätzlich richtet der Flaschenfanggurt den Tank stabilisierend aus. Die kräftigen Flaschengurte sind so lang
dimensioniert, dass auch Tank mit großem Durchmesser problemlos angebracht werden können. Und man verzichtet auf Velcro - Klettstreifen um die Gurtenden zu fixieren,
man steckt diese in vorbereitete Laschen. Auch das gefällt, denn verschmutzte Klettflächen halten die Flaschenbänder während des Tauchgangs oft nicht in ihrer Position
und stehen unschön ab. Auch das kann Fotografen am Model nicht gefallen. Die Luftblase ist hufeisenförmig geschnitten, wobei die stärksten Auftriebskräfte parallel
zur Flasche wirken. Das zum Auftrieb nutzbare Volumen wird mit 15 Litern beziffert. Das macht deutlich, warum das Mauna Kea kein Wing für anspruchsvollere Tauchgänge
im Süßwasser sein kann, außer, man stattet damit eine nicht so große gewachsene Taucherin oder entsprechend Jugendliche aus, da sonst die Auftriebskraft an der
Oberfläche zu knapp ausfällt. Die im Stil von Tec – Jackets am Lendengurt aufgeschobenen Bleitaschen mit Öffnungssystem zum Schnellabwurf nehmen maximal je 4
kg auf. Das genügt für Tauchgänge mit Nass- oder Halbtrockenanzug im sommerlichen Mittelmeer und natürlich in den Tropen. So ist das Mauna Kea ein ideales Reisewing,
das die Bezeichnung Wingjacket völlig zurecht trägt. Die Anpassungsfähigkeit insgesamt ist erstaunlich. Eine Größe passt allen, so wurde es angekündigt und
tatsächlich, von der zarten Lady bis zum gestandenen Kampftaucher sind alle Gurte kompromisslos anzupassen. Die Schulterauflagen können verlängert und verkürzt werden,
der Brustgurt ist zweifach verstellbar, der Bauchgurt mit stabiler Stahlschließe ist so lang, dass auch ausladend gewachsene Taucher hier nicht in Nöte kommen. Wie die
„großen Brüder“ auch, hat das Mauna Kea zwei Schrittgurte, individuell verstellbar und mit Fasteksschnallen zu fixieren. Derart begurtet liegt das Jacket wie
eine Einheit am Taucher und garantiert beste Schwimmlage unter Wasser. Zur individuellen Ausstattung des Jackets sind eine Reihe von Ösen vorbereitet, so könnte man
etwa Gummistraps befestigen, die die Blase in From halten und beim Luftauslass zusätzlich unterstützen, möchte man das nicht allein dem auf das Jacket wirkenden
Wasserdruck überlassen. Die Größe der Luftblase und der Schnitt des Jacketkörpers aus Cordura 1100 DuPont machen jedoch den Einsatz solcher Straps nicht erforderlich.
Die Blase kann man leicht kontrollieren, ein großer Reißverschluss auf dem Kragen verschafft den direkten Zugang zum Inneren des Jackets. An 6 D-Ringen aus Stahl
kann man jede Menge Zubehör sichern oder anbringen. Auffällig ist der massiv wirkende Inflator mit Metalldrucktasten. Dieser stammt auch deutlich aus dem Tec
– Bereich ist vermittelt solide Zuverlässigkeit. Im Inflator ist ein Schnellablass integriert, zwei weitere Schnellablässe sitzen auf der rechten Schulter und
an der rechten Unterseite.
Praxis
Beim Transport wird die reisefreundliche Konzeption des Mauna Kea spürbar, es ist leichter als andere Jacket
– Klassiker. Vor dem ersten Einsatz macht es Spaß die vielfältigen Anpassungen vorzunehmen, die später den angenehmen Sitz garantieren. Dass hier eine Größe alle
Bedürfnisse einer großen Menge unterschiedlich gebauter Anwender zu bedienen vermag, zeigt sich rasch. Die Befestigung am Tank und die Fixierung der Gurtenden geht
leicht von der Hand. Die Struktur der Flaschenbänder lässt uns sogar auf die übliche Befeuchtung vor dem Anziehen der Verschlüsse verzichten, da das hochwertige
Material sich im nassen Zustand kaum weiten dürfte. Das Jacket sitzt angenehm am Körper, nichts drückt im Rücken. Man darf nur nicht vergessen, dass man noch
zusätzlich zwei Schrittgurte zu schließen hat, wobei man sich dabei am besten ein wenig vom Buddy helfen lässt, da die Fasteksschnalle am Ende des Lendengurts nicht
unbedingt im Blickfeld liegt. Unter Wasser ist die Schwimmlage perfekt und - ein deutlich professionelles Zeichen – der Inflator ist aufgrund seines
Eigengewichts immer im Griffbereich der linken Hand und schwebt nicht irgendwo herum. Befüllen und Entlüften erfolgt spontan, kann aber auch fein dosiert erfolgen. Ein
Plus, der Knebel des Schulter – Schnellablass lässt sich wunderbar greifen, da die zum Ventil führende Leine so lang bemessen ist, dass man auch hier gut
zugreifen kann. An der Oberfläche ist die Position angenehm, ein für Wings typischer Drang den Oberkörper nach vorne zu neigen wurde nicht festgestellt.
Fazit
Es wäre falsch das Mauna Kea von Audaxpro als Einsteigerjacket zu bezeichnen, denn es hat eine genau definierte Zielgruppe. Im Süßwasser überwiegend
Damen und Jugendliche, ab dem sommerlichen Mittelmeer und natürlich in tropischen Gewässern auch die Herren. Beste Verarbeitung, durchdachte und tectypische
Detaillösungen gefallen. Das Gewicht macht es zum willkommenen Begleiter bei Flugreisen. Die Farben sprechen nicht nur Fotografen an, der Sicherheitsaspekt wiegt genau
so stark. Das Preis – Leistungsverhältnis ist sehr gut.
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